
Strom in den großen Wüsten der Welt zu gewinnen, ist eine gewaltige Vision. Entworfen hat sie als Erster der deutsche Physiker Reinhard Dahlberg. Nach seinen Plänen sollten in der Sahara Solarzellen Strom erzeugen.
Frage von Wolfgang Oberlin
Welche Zukunft hat Strom aus der Wüste?
Von FOCUS-Redakteur Michael Odenwald Ein Teil davon würde genutzt, um aus Wasser per Elektrolyse Wasserstoff zu gewinnen, der durch Rohrleitungen oder per Tankschiff nach Europa transportiert wird. Mit dem restlichen Strom sollte aus dem Wüstensand Silizium hergestellt werden, der Rohstoff für Solarzellen. In automatischen Fabriken würden daraus Paneele für riesige Solarplantagen gefertigt. Der Flugzeugkonstrukteur Ludwig Bölkow, der 1983 eine Stiftung für Ökotechnologie gründete, rechnete aus, dass es zur Deckung des Weltenergiebedarfs genüge, in Nordafrika eine Million Quadratkilometer (zwei Drittel der Fläche Algeriens) mit Solarzellen zu bepflastern.
